an diesem 7. März 2025:
Wenn meine Mutter sich bedankt und meine Tochter sich vor Lachen nicht einkriegt.
Wenn es eine Stunde lang keine Nachrichten von Donald Trump gibt.
Wenn das Wort Danke abgegriffen und speckig geworden ist und
wenn die Beschwerde sich eitel zurückzieht, weil sie nichts mehr zu melden hat.
Wenn die Scham die Seite wechselt und
wenn nicht nur am Frauentag das Wort Gender Pay Gap in den Nachrichten vorkommt.
Wenn Anna zu Liam wird, ohne dumme Sprüche und Schlimmeres riskieren zu müssen.
Wenn die Tassen im Schrank mal ordentlich wackeln und Friedrich Merz sie behutsam auffängt, weil er kapiert hat, dass sonst viel zu Bruch geht (und zwar auf seine Kosten).
Wenn Kanada die Whiskeyregale leerräumt und es niemandem etwas ausmacht, außer dem Nachbarn.
Wenn Europa Ungarn links liegen lässt und mal echt mutig wird, denn ernst und bedacht ist es eh und soll es bleiben.
Wenn das Märchen vom Kaiser, der keine Kleider anhat, auf den Schulhöfen und Kantinen zu Lachsalven führt, weil der Kaiser orangene Haare hat und nur einen dicken Filzstift trägt.
Wenn ein Kinderparlament ein unendliches Kontigent an Nachsitzstunden zur Verfügung hätte für die, die ihre Zukunft aufs Spiel setzen, und
wenn die Nachsitzer nicht eher wieder mitspielen dürften, bis sie auf einem Stück Wüstenerde ihre Versäumnisse eingeritzt hätten, hundertmal mindestens, in der Sonne.
Wenn der Hund schnarcht, der Polarstern am Himmel steht und es Freitagabend ist.
Wenn Männern mit Kettensägen den Schmerz spüren, den sie anderen zufügen und
wenn schließlich die Hochmut vor dem Fall kommt und das Sprichwort ein Grund zum Feiern ist, weil es sich bewahrheitet hat und wir darauf anstoßen: Prost!